Piratenpartei wird eigenes Informationsangebot bei StudiVZ untersagt

Gerade bei Erstwählern sind die Onlineportale SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ sehr beliebt. So verwundert es kaum, dass dort aktiv Wahlkampf betrieben wird.

Allerdings war es bis zum 27. April nur natürlichen Personen gestattet einen Account anzulegen und zu betreiben. Dies änderte sich mit der Veröffentlichung einer Pressemitteilung laut der „jedoch nur die Parteien, die derzeit im Bundestag vertreten sind” ein eigenes Profil gestalten dürfen.

Daraufhin wurde ohne Vorankündigung das Profil der Piratenpartei gelöscht.

Dieses undemokratische Verhalten wird in einer Pressemitteilung der Piratenpartei kritisiert. Gerade eine Plattform die von 10,4 Millionen Wahlberechtigten (davon 70% Jung- & Erstwähler) genutzt wird, muß sich der Realität stellen und ausgewogene Informationspolitik ermöglichen.

Da zu Angelo Veltens, Kandidat der Piratenpartei für die Europawahl: „Das muss man sich mal vorstellen: Während alten Parteien unter anderem für ihre überwachungsstaatlichen und technikfeindlichen Phantasien Logenplätze offeriert werden, wird die Piratenpartei aus einer Web-2.0-Community geschmissen. Es ist ein Unding, dass die kleinen Parteien bei den Möglichkeiten, in StudiVZ um die Wählergunst zu werben, diskriminiert werden. Demokratie sieht definitiv anders aus.”